Über uns

 

Die Lebenshilfe Bocholt-Rhede-Isselburg e.V.

 

Seit der Gründung des Ortsverbandes der Lebenshilfe Bocholt-Rhede-Isselburg e.V.  am 6. Mai 1964 durch Eltern von Kindern mit geistiger Behinderung entwickelt sich die Lebenshilfe Bocholt-Rhede-Isselburg e.V. als Elternverein, Einrichtungsträger und Fachverband ständig weiter. Ohne parteipolitisch oder konfessionell gebunden zu sein, setzen wir uns dafür ein, dass jeder Mensch mit einer Behinderung so selbstständig wie möglich leben kann und ihm so viel Schutz und Hilfe zuteil wird, wie er für sich braucht. Auf der Grundlage des Artikels 3 des Grundgesetzes - „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“- engagieren wir uns gegen die Diskriminierung und für das Recht auf persönliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen, vor allem in den Städten Bocholt, Rhede und Isselburg.

 

Wir verstehen uns als Initiator, Berater und Begleiter bei der Entwicklung und Gestaltung eines guten gemeinsamen Lebens von Menschen mit und ohne Behinderung. In diesem Prozess ist für uns die Achtung der individuellen Persönlichkeiten und Bedürfnisse, sowie die Beteiligung und der Schutz von Menschen mit schwerer Behinderung ebenso handlungsleitend wie eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von Eltern, Angehörigen und Fachkräften. Die Aufgabenbereiche der Lebenshilfe Bocholt-Rhede-Isselburg e.V. sind dabei klar in den Zuständigkeitsbereichen „Wohnen“,  „Freizeit“ und „Rehabilitationssport“ unterteilt. Während die im Jahr 2009 vom Verein der Lebenshilfe gegründete Lebenshilfe gGmbH im Bereich „Wohnen“ ihre Aufgaben im Rahmen von Bereithaltung gemeindenaher Wohnplätze im vollstationären Bereich, sowie dem ambulanten betreuten Wohnen und der tagesstrukturierenden Maßnahmen erfüllt, deckt der Verein mit dem im Januar 2013 installierten familienunterstützenden/-entlastenden Dienst (FuD/FeD) den Bereich der ambulanten Unterstützung von Nutzern, die innerhalb der Familie leben, ab. Bereits im Jahr 1984 wurde mit Eröffnung der Begegnungsstätte für Menschen mit Behinderung an der Münsterstraße in Bocholt der Grundstein für das Konzept des FuD gelegt. Hier wurden Angebote in Sport- und Freizeitmaßnahmen installiert und im Jahr 1985 bereits um Tanz- und Discoveranstaltungen, sowie Ausflugsfahrten erweitert. Auch die Einzelberatung für Menschen mit Beeinträchtigung und ihren Familien wird in diesem Jahr angeboten.

 

Wir greifen also auf  langjährige eigene Erfahrungen, sowie Erfahrungen von anderen Lebenshilfen im Bereich des familienunterstützenden Dienstes, Fachkompetenz und die Einbeziehung der vielfältigen, impulsgebenden Ideen aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen der Lebenshilfe Bocholt und den bereits aufgebauten Netzwerken zurück, um eine bedarfsgerechte Umsetzung und Weiterentwicklung unserer Angebote zur Beratung und Unterstützung von Menschen mit einer Behinderung, ihrer Angehörigen, sowie von Interessierten und Fachleuten zu erschaffen. Unserem Angebot liegen konzeptionelle Beschreibungen unserer Zielsetzungen, Inhalte und Methoden zugrunde, die wir regelmäßig überprüfen und fortschreiben.

 

Die Lebenshilfe hat Anfang Januar 2013 den Aufbau der ambulanten Begleitung im Rahmen des FuD/FeD für Menschen mit Behinderung und ihrer Familien als Angebot des Vereins installiert. Bereits im Jahr 2009 hat der eingetragene Verein der Lebenshilfe Bocholt-Rhede-Isselburg, mit Anerkennung des Behindertensportverbandes Nordrhein-Westfalen (BSNW)  sich mit Angeboten im Rahmen des Rehabilitationssportes für Menschen mit Behinderung etabliert. Bis heute werden die Gesundheitsfördernden Maßnahmen von qualifizierten Übungsleitern unserer Einrichtung durchgeführt. Der familienunterstützende Dienst heute befindet sich noch im Aufbau und bedarf dem Ausbau der verschiedenen Freizeitaktivitäten, sowie weiterer Formen der Unterstützung für Familien. Bisher umfassen unsere Aufgaben neben einer individuellen Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigung im Rahmen der Einzelbegleitung auch Gruppenangebote in Form von Reisen und Freizeitaktivitäten für Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Daneben bietet der Verein Lebenshilfe Bocholt-Rhede- Isselburg weiterhin den Rehabilitationssport, dessen Ziel es ist, die Gesundheit von Menschen mit einer Behinderung, durch unterschiedliche Rehabilitationsübungen zu fördern und zu erhalten. Durch die verschiedenen Übungen im Sport wollen wir eine bessere Beweglichkeit des Bewegungsapparates erzielen und damit einhergehende Beschwerden vorbeugen. Die schonende Kräftigung der Muskulatur kann dabei die Gelenke stabilisieren, den Gleichgewichtssinn fördern und Schmerzen lindern. Bei den Übungen fließen sportmethodische und pädagogische Aspekte ein. Regelmäßigkeit und Langfristigkeit der sportlichen Betätigung, langfristige Steigerung der Belastung, Gruppendynamik, sowie Steigerung der Lebensqualität sind weitere Ziele. Zum Reha-Sport gehören auch Übungen, die speziell auf Frauen oder Mädchen mit Behinderung ausgerichtet sind, um das Selbstbewusstsein zu stärken.

 

Seit Anfang 2017 betreibt die Lebenshilfe Bocholt eine Bildungs- und Begegnungsstätte in einem inklusiven Gästehaus.

Dieses neue Begegnungszentrum wird im Januar 2019 der neuen gGmbH "Lebenshilfe Bocholt Inklusive Dienste" von der Lebenshilfe Bocholt e.V. übertragen, um neue Schwerpunkte zu setzen, insbesondere:

 

Arbeit
Schaffung von neuen Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung

 

Bildungsveranstaltungen

- Durchführung von Bildungsveranstaltungen für folgende Zielgruppen insbesondere

  - Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Beeinträchtigungen

  - Eltern, Angehörige, gesetzl. Betreuer

  - Ehrenamtliche

  - hauptamtliche Mitarbeiter gemeinsam mit Menschen mit Behinderung

 

Begegnungen

- Schaffung von regionalen Kooperationen mit Schulen, Vereinen zur gegenseitigen Sensibilisierung und Teilhabe             behinderter Menschen

 

Mehr erleben im Urlaub

Gästegruppen können unser Haus auch für Urlaube besonderer Art buchen. Wir bieten bei Interesse auch Möglichkeiten zur Teilhabe an unseren Bildungsveranstaltungen an.